Wir reden von Datenautobahnen, kommunizieren in virtuellen chat rooms, bauen Häuser im »Second Life« – und leben doch in einer Dingwelt. In einer Welt voller realer Alltagsdinge, die uns und unser Leben organisieren. Denn Dinge sind mehr als bloße Gebrauchsgegenstände:
Als Objekte des Begehrens werden Dinge mit Wünschen und Visionen belegt. Zugleich beeinflussen sie unser Handeln und die zwischenmenschliche Interaktion. Sie sind strategische Agenten des guten Benehmens und ihr Besitz stiftet ebenso Identität wie soziale Differenz.
Ausgehend von ausgewählten Exemplaren aus der Welt der Gegenstände wollen wir die vielfältigen Facetten des Dinglichen entschlüsseln und sowohl der Macht als auch der Magie der Dinge nachgehen.
Das Projekt/Seminar wird in der künstlerisch-gestalterischen Praxis die synästhetische, inszenatorische und kulturelle Bedeutung der Dinge erforschen. Nach dem Prinzip »Stille Post« wird ein künstlerischer Transformationsprozess angeregt, in dem die verschiedenen Dimensionen des Dinglichen aus gestalterischer, künstlerischer, klanglicher, musikalischer, und performativer Perspektive bearbeitet werden.